Drop Copy endlich 1.0

Es gibt so ein paar Programme, die ganz unscheinbar daher kommen, aber schlicht und einfach unbezahlbar sind. Drop Copy ist so eines. Kein anderes Programm ermöglicht ein so einfaches verschieben von Daten vom einen zum anderen Mac. Nicht der Finder, nicht iChat, nichts…. Und endlich ist es seine grösste Beschränkung los, nämlich die mühsame Lauf-Beschränkung der Beta-Version auf 30 Tage…Drop Copy bietet sehr wenig, was andere Programme nicht bieten würden. Dateien kann man auch mit dem Finder oder per iChat hin und her verschieben, und beide bieten auch ein Discovery aller Nachbarn per Bonjour an. Alles kein Problem. Und auch kaum Aufwand. Aber manchmal eben doch schon zu viel.

Drop Copy unterscheidet sich von iChat dadurch, dass der Empfänger nicht mit iChat verbunden sein muss, und auch die Bestätigung, dass man das File auch wirklich empfangen will entfällt. Und im Gegensatz zum Finder ist Drop Copy unendlich einfach: Ist Drop Copy auf irgendeinem anderen Mac im lokalen Subnetz aktiv, erscheint ein kleiner Kreis auf dem Desktop, auf den man einfach eine oder mehrere Dateien fallen lässt, und schwups, landen diese Dateien beim Empfänger auf dem Desktop. Unkomplizierter kann es einfach nicht sein.

Drop Copy ist unbezahlbar, wenn man mehrere Macs hat: Immer wieder kommt es vor, dass man für eine Arbeit schnell an den anderen Computer wechseln muss, weil zB die Performance nicht reicht, oder man sich kaum noch auf dem Stuhl halten kann und lieber in der Horizontalen mit dem iBook auf dem Schoss weiterarbeiten würde.
Aber auch mit nur einem Mac ist Drop Copy ein Spitzenprogramm: Was habe ich schon rumgeflucht, wenn ich an der Uni an einer Gruppenarbeit war, und der Finder wieder mal bockig tat, wenn man Dateien austauschen wollte. Oder wenn man den Mac eines Kollegen supporten muss. Oder oder oder.

Bis dato war Drop Copy aber nur in einer Beta-Version erhältlich, die nach 30 Tagen den Dienst verweigerte. Dies war einerseits ärgerlich, weil man dann immer die neuste Version runterladen musste. Noch ärgerlicher war diese Beschränkung aber, wenn man Drop Copy einem Support-Kunden draufgeschmissen hatte, und der dann einen Monat später verzweifelt anrief, beim Login komme neuerdings immer eine Fehlermeldung über eine abgelaufenen Software. Also musste man Drop Copy nach jedem Einsatz wieder deinstallieren, und vor jedem Einsatz wieder draufschmeissen, und dafür braucht man ja wiederum eine Netzverbindung, und wenn man den Finder schon offen hat, weshalb noch Drop Copy anwerfen für die paar Files. Sehr sehr mühsam.

Nun ist die Beta-Phase nach über zwei Jahren endlich vorbei und Drop Copy regulär erhältlich. Für kleine Netze mit bis zu drei Macs ist es gratis, darüber kostet es bescheidene 25$ (allerdings würde ich eher davor abraten, es in Firmennetzen einzusetzen: Die Sicherheitsmechanismen in Drop Copy sind bewusst sehr tief angelegt).

Dieses Tool gehört für mich ganz klar in die Sammlung der obligatorischen Tools, so wie SubEthaEdit oder GraphicConverter.

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