And his name shall be Hoth!

Alderaan, mein geliebtes g3-iBook hatte gestern seinen letzten Auftritt in der Reparatur-Abteilung. Das Teil hat in seiner Arbeitszeit immerhin 5 Logicboards verbraten, eine Quote die man glaube ich zwischen Apples Qualitätsmanagement und meinem schonungsvollen Umgang mit Gebrauchsgegenständen aufteilen muss. Abgesehen von den ewigen Ausflügen zur Letec muss ich aber schon sagen, dass meiner erster Mac immer mein liebster Mac bleiben wird.

Seit einer halben Stunde ist nun das Macbook Pro fertig aufgesetzt, nur für die VPN-Verbindung in die Mobiliar muss ich noch eine bessere Lösung finden. Der Neukauf hat noch einen weiteren Nebeneffekt: Die Tage von Dagobah, dem Powermac G5, sind ebenfalls gezählt. Das Cinema Display kann ich auch ans Macbook hängen, fürs kompilieren ist der Intel-Prozessor eh schneller und Strom säuft er auch noch weniger. Gibt dann halt einfach ein bisschen ein Verkabelungs- und Platz-Problem, aber das werde ich wohl auch noch hinbringen.

iTunes 7 nervt. Zumindest mich.
Ich sehe ein – für die meisten User wird es keinen Unterschied machen, oder sogar einen Schritt vorwärts darstellen, aber für mich ist es ein Rückschritt, und zwar ein relativ drastischer.
– Die neuen Funktionen: Sind für mich null und nichts. Ich besitze nur einen iPod, Filme und TV gibts in Europa noch nicht, das neue Interface ist nicht übel, aber auch nicht der Umwerfer.
– Bleibt als die grosse Neuerung: CoverFlow. Tatsächlich hat Apple dieses Feature eingekauft bei Steelskies, dem genialen Programmierer des genialen – nun ja eben CoverFlow. Immerhin. Apple hat sich da auch schon unfreundlicher benommen. Aber sehen wir uns die CoverFlow-Funktion mal etwas näher an:
– Kein Voll-Bildschirm möglich. Einer der Vorteile von CoverFlow war ja – dass man zB bei Gästen den Computer hinter die Musik ausblenden konnte – nun ist das gesamte iTunes-Interface immer zu sehen. Deutliche Minuspunkte.
– Stilleres Interface. OK, das ist wohl Geschmackssache. Das alte CoverFlow hatte mehr unruhige Bewegungen, wenn man der Maus ankam. Fand ich cool, aber ok, ist ein unnötiges Gimmick.
– Cover-Verwaltung 1: Das alte CoverFlow hat die Cover in einer eigenen Datenbank gehabt. Grosser Vorteil: Beim iPod-Abgleich war das ganze nicht drauf. iTunes-CoverFlow hingegen knallt (logischerweise) alle Covers in die iTunes Library und damit auch auf den iPod. Das macht bei mir fast ein halbes GigaByte aus, tatsächlich habe ich aber seit langer Zeit nur noch 50MB frei und muss für jedes zweite neue Stück etwas vom alten rauskicken. Vor dem nächsten Sync darf ich nun ein halbes Giga freimachen. Tammitammitammi. Und das obwohl mein 4G-iPod gar nichts mit Covern anfangen kann. Und nur deswegen kauf ich mir keinen 80GB-iPod. Nein, mache ich nicht.
– Cover-Verwaltung 2: Das automatisch nach fehlenden Covern suche lief bei mir auf den Anläufen 1 & 2 gar nicht und in Anlauf 3 nur ungenügend. Sehr viele Cover findet iTunes nicht – seis wegen falschen oder unbekannten Albentiteln, seis wegen obskurer oder zumindest Bern-Lastiger Alben. Das war natürlich bei CoverFlow nicht anders – aber mit CoverFlow konnte man dieses Problem beheben dank äusserst eleganter Amazon- & Google-Integration, die nun völlig fehlt. Und so etwas von Hand zu machen nervt, und extra dafür Software zu kaufen nervt auch (schon nur weil ich da – als ich vor ca. einem Jahr – verschiedene Tools evaluiert habe alle als nur mühsam zu bedienen verwarf). Zwischenzeitliche Korrektur: Auch Anlauf 3 kam nicht weit. Musste wieder manuell anstossen.
Fazit: CoverFlow in iTunes ist ein geiles Feature für alle, die CoverFlow bisher nicht kannten. Aber für CoverFlow-Fanatiker wie mich, und erst noch mit speziellen Bedürfnissen wie ich sie habe, ist es ein Rückschritt von einem mehr oder weniger perfekten Produkt zu einem nur teilweise brauchbaren. Und dafür wurde nun die Entwicklung am richtigen CoverFlow eingestellt.

Ach ja: Ein netter Artikel zum Interface von iTunes 7 findet sich bei Cocoa-Gigant Andy Matuschak

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Heute gabs endlich einmal etwas Hintergrund-Material zum Inter Core, dem Prozessor im neuen MacBook Pro, iMac und Mac Mini. Das eine ist ein Shoot-Out-Video, wo ein MacBook Pro mit 1 GB RAM einen Dual-G5 2GHz mit 4,5 GB RAM in Grund und Boden stampft, und zwar genau da, wo ich bisher immer meine grössten Frustrationen mit dem G5 hatte (ganz zu schweigen von den noch grösseren Frustratrionen auf dem G3): Das kompilieren und Packen eines mittleren Java-Projekts. 930 Klassen innert 32 Sekunden im WAR-file drin – das scheint mir doch deutlich netter zu sein, als ich es mir bisher gewohnt bin. Nun warte ich noch auf einen Java-Shoot-Out zwischen OS X und Windows auf derselben Mac/Intel-Kiste, damit man endlich sehen kann, ob Apples Java-Implementierung wirklich so schlimm ist, wie ich immer gedacht habe, oder ob da immer nur die CPUs im Weg standen.

Das andere dann auf ars.technica: Jon Hannibal Stokes erläutert den Intel Core in den Grundzügen seiner CPU-Architektur. Zwar hat es einige prinzipelle Verbesserungen (128-bit-Microops für die Vector ALU. Woaaah), und einige ganz geile Innovationen (Loop Prediction rulez) – aber die Hauptausrichtung bleibt dieselbe wie schon bei den letzten Intel-CPUs: Man versucht die Wege zu vereinfachen, um möglichst nah an die Vorteile von RISC-Prozessoren wie dem G5 hinzukommen, aber weil die ISA derart veraltet ist und x86 sowieso schon von Beginn weg eine verkrüppelte CISC-Architektur ist, werden diese Vereinfachungen auf extrem komplexen Weg implementiert.
Wer Hannibals Erläuterungen zum Beispiel zu Macro-Fusion und Micro-ops-Fusion liest (und begreift, um was es geht), kriegt das kalte Kotzen: 5 zusätzliche Schritte abarbeiten, nur um 1 statt 2 Instruktionen im ROB zu haben, und damit gerade in der Pipeline zu stehen, und kaum ist man in der Pipeline durch, trennt die RS das ganze wieder in 2 Instruktionen auf. Klar, das Staging in der Pipeline ist das relevante, und die Front-End-Tweaks können parallel zu den Zyklen abgearbeitet werden. Mit solchen Mechanismen kommt der Intel Core zu einer Pipeline, die bezüglich Performance fast an jene der PowerPC-Architektur rankommt.
Solche Tweaks gibt es en Masse, was die Performance-Gewinne sowohl gegenüber dem Pentium wie auch gegenüber dem G5 erklärt. Aber bitte: ist das etwa ein elegantes CPU-Design? Klarheit? Übersichtlichkeit? Gibt es bei Intel irgendein Kriterium ausser „It does the job, and it does it fast“? Oder entwickeln bei Intel nur C-Götter?

Ich freu mich ja darauf, dass mein zukünftiger Mac (sobald ich eines Tages das Geld habe) so brutal schnell sein wird. Und ich werde sicher sehr glücklich sein, wenn meine Java-Projekte in vernünftiger Zeit kompilieren. Aber zwischendurch werde ich mich an die Eleganz des PowerPC erinnern, und werde wehmütig in Gedanken an vergangene Zeitalter verhängen,

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Nur ganz kurz, weil ich einfach Freude daran habe, zwei aktuelle Studien:
Einerseits gab Robert Weiss heute die ersten oberflächlichen Daten aus dem Weissbuch 2005 bekannt, dem wohl prominentesten IT-Marktreport der Schweiz. Und: Apple hat den 5. Platz zurückerobert:

Hersteller Stückzahl Marktanteil %
HP 281’000 21.51
Dell 224’000 17.15
Acer 137’000 10.49
Fuji-Siemens 97’000 7.42
Apple 83’000 6.35
IBM 80’000 6.12
MaxData 40’500 3.10
Steg 39’000 2.99
Toshiba 32’000 2.45
Sony 28’000 2.14
Rest 265’000 20.28
Total 1’306’500 100.00

Vom Wachstum her ist das Apple-Resultat eher durchzogen: Mit 16,9% liegt Apple zwar leicht über dem Durchschnitt von 14.5%, dieser wurde aber durch die eher schwachen Resultate von Branchenleader HP, Fuji und IBM (die bisher Apples 5. Market-Share hatte) gedrückt, andere wichtige Player wie Dell und Acer wuchsen aber mit über 25%.
Die Bilanz wird aber noch besser, wenn man berücksichtigt, dass Apple als einziger der Top-Player nicht oder kaum im Business-Markt vorhanden ist, der immerhin 55% des Marktes abdeckt. Mit ein bisschen Logik und vor allem Mut zur Spekulation, darf man somit wohl etwa von einem 10%-Marktanteil im Home-Markt rechnen, und damit dürfte die Schweiz wohl direkt nach Neuseeland das Land mit dem grössten Apple-Marktanteil sein. So weit so geil.

Noch schöner finde ich allerdings die heute im ganze Web kolportierte Gartner-Studie zum Westeuropäischen Bildungsmarkt, wo Apple immerhin auf 21,9% Marktanteil kommen soll. Einsamer Spitzenreiter ist auch hier wieder die Schweiz, wo von einem Apple-Marktanteil von sagenhaften 54,4% gesprochen wird. Und dies in einem der mittelfristig wichtigsten Märkte überhaupt. Boooahhh.
Einziger Haken bei der Studie: Einsicht in Gartner-Studien gibt es nur gegen massig viel Geld, daher kann ich die Zahlen nicht an der Quelle überprüfen. Aber dass im öffentlichen Teil der Gartner-Homepage dann gleich überhaupt nirgends von dieser Studie gesprochen wird, überrascht dann doch etwas und macht einen quellenkritischen Geschichtsstudenten doch recht skeptisch. Aber wenn die Zahlen stimmen, ist es einfach nur der Hammer.
Die Schweiz als Apple-Land. Wieder mal ein Grund mehr für hemmungslosen Patriotismus :p

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Endlich hats geklappt: Schön zur MWSF hat Google Google Earth auch für OS X rausgebracht. Das Tool ist wie erwartet der Hammer, allerdings hätte ich doch angenommen, dass sich Google auch beim UI ein klein wenig Mühe macht – für mich sieht es so ein bisschen nach einer 4.Semester Swing-Übung aus, und nicht nur dass das Programm hässlich ist, die Bedienung ist erst noch umständlich. Aber seis drum, das Ding ist einfach nur geil.

Klar, von den Daten her ist es nicht vergleichbar mit etwas zum Beispiel von Swisstopo, aber für ein Gratistool ist es schlicht der Überhammer. Absolut.

Ah ja, Apple hat heute ja auch noch ein wenig was angekündigt, iLife 06 (muss ich haben, vielleicht ist iPhoto ja wieder brauchbar für mich – und auch sonst sieht es geil aus, wenn auch iWeb nix für mich ist, da ich mich erst vor ein paar Tagen für RapidWeaver entschieden habe, um schnell kleine Seiten zu erstellen), iWorks 06 und natürlich iMac intel und MacBook Pro. Die letzteren beiden sehen ja ganz in Ordnung aus (auch wenn ich meinen würde, dass die iSight im Powerbook den oberen Rand etwas krass hervorhebt), aber ich begreife diesen Schritt nun wirklich einfach nicht. Niemand ausser Apple ist parat für diesen Schritt. Niemand. Nicht Adobe, nicht Microsoft, nicht die kleinen, es sind einfach alle nur am Arsch. Weshalb nicht einfach erst eine Vorstellung „Intel ist ready, Apple ist ready, aber wir haben den anderen gesagt, sie müssten erst in einem halben Jahr ready sein, also warten wir noch ein wenig damit, und machen dieses Gerät zum besten, geilsten, fehlerfreisten Mac aller Zeiten“? Aber nein, His Egomaniac Steveness musste der Welt wieder zeigen, dass er der Grösste ist (und das ist er zweifelsohne auch), und dafür wird der Einstieg in die Intel-Welt wieder mit den üblichen Revision-A-Problemen über die Bühne gehen.
Auf alle Fälle weiss ich jetzt wieder, worauf ich sparen will. So ein MacBook Pro (übrigens der debilste Name der Applegeschichte) brauch ich einfach….

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So, nur ganz kurz, damit ich dann sagen kann, dass ich es schon immer gesagt habe: An der morgigen Keynote wird nix grosses kommen. Zumindest nicht auf Hardware-Seite. Alle Rumours, von denen man in den letzten Monaten lesen konnte, hatten alle dasselbe Prinzip: Irgendjemand postet irgendwas, ohne starke Quellenangabe, ohne auch nur halbwegs detaillerte Specs. Und alle anderen lachen im ersten Augenblick darüber, aber bauen dann ihre Rumours darauf auf.
Die ganze Rumour-Geschichte wurde in den letzten paar Jahren zu einem noch grösseren Irrläufer als sie schon immer war. Aber bisher konnte das noch immer aufgefangen werden dank den sehr guten Insidertips, die über Thinksecret ins Spiel kamen. Solche Tips gibt es dieses Jahr offensichtlich nicht. So hat beispielsweise noch niemand irgendwelche on-the-side-specs zu irgendwelchen Modelllen geliefert. Immer nur „es kommt ein iMac mit dem-und-dem-Prozessor“, oder „ein 13.3-Zoll-Ibook“. Aber so vage Angaben waren in der Vergangenheit vor allem ein Zeichen dafür, dass die Behauptung einfach aus den Finger gesogen waren, während die dann auch wirklich eintreffenden Rumours meist auch noch weitere Angaben machen konnten, von wegen Laufwerken, RAM etc.

Und zuallerletzt glaube ich, dass man die ersten Intel-Macs erwarten kann. Nicht nur, weil His Steveness an der WWDC 05 vom Sommer als Veröffentlichungstermin gesprochen hat. Sondern weil His Steveness an der WWDC 05 allen Entwicklern gesagt hat, dass sie bis Sommer 2006 mit der Transistion Zeit hätten.
Die sehr frühe Ankündigung des Intel-Switchs war eine sehr risikoreiche Strategie, die zum Glück nicht in die Hose gegangen ist. Vorteilhaft ist sie aber eigentlich nur in einer Hinsicht: Dass die 3rd-Party-Entwickler genügend Zeit für ihre Anpassungen haben, und dass daher mit dem Rollout des ersten Intel-Macs auch wirklich alle wesentliche Software vorhanden ist. Und diesen Vorteil soll man jetzt einfach so aufgeben? Den ersten Intel-Mac rausbringen, obwohl die Programme noch gar nicht da sind? Das glaube ich nun wirklich nicht so ganz…

On a side note: Ich war mit dem bisherigen Blog-Titelsystem schon immer unzufrieden, nachdem ich mir vor kurzem endlich wieder mal Spaceballs reingezogen habe, wusste ich endlich, wie ich das Blog nennen will.

Update: Ah ja, bevor mir Morgen einer blöd vorbeikommt: natürlich wird es Ankündigungen geben. .mac wird mehr oder weniger grundsätzlich neu gemacht, iWeb kommt raus (sauber integriert in das restliche iLife), der mac mini erhält Infrarot und FrontRow, vielleicht wird der eine oder andere Prozi noch schneller, vielleicht ein iPod mit einem ein klein wenig grösseren Screen. His Steveness wird Aperture vorführen, neue Angebote im Videostore vorstellen und den Consumern zeigen, wie weit man mit dem Intel-Switch ist etc. Aber es wird keine grundsätzliche neue Hardware vorgestellt werden…