Wie schon die letzten drei Jahren ging’s auch dieses Jahr wieder am ersten Februarwochenende nach Nizza. Die Jungs rennen den Halbmarathon Nizza-Monaco, ich transportiere die trockenen Kleider nach Monaco und habe ansonsten ein wunderbares Wochenende am Mittelmeer.
Das Wetter war diesmal nicht ganz so grossartig (insb. in Vergleich mit Athen eine Woche zuvor), aber immer noch 10 grad wärmer als in Bern. Aber einfach jedes Jahr wieder eine Wohltat, mit viel Essen und Trinken und Lachen und Schlafen und am Meer rumsitzen etc.
Promenade des anglais - Aussicht vom Balkon im Hotel Suisse, 5. Stock
Reise: TGV, mit direkter Verbindung Genf-Nizza in 6.5 Stunden.
Unterkunft: Hotel Suisse. War im ersten Jahr noch 3*, unterdessen hats vier Sterne und entsprechende überhöhte Preise. Aber: Die Lage am oberen Ende der Promenade des Anglais ist Schicht perfekt und macht den Preis wieder wert. Unglaublich guter Ort.
Essen: Das beste Essen in Nizza bringen die Briten im Snug & Cellar. Jedes Jahr ein Vergnügen. Auch jedes Jahr wieder: Tapaloca, mit dem besten Schinken den ich kenne.

Athen im Januar war eine sehr glückliche Entscheidung: Während ganz Europa vor sich her schlotterte, flogen meine Herzallerliebste und ich weit in den Südosten, wo 18 Grad und Sonne herrschten. Athen ist eine sehr spannende und enorm vielseitige Stadt, und auch wenn man die Touristen-Meilen verlässt findet sehr viel Leben draussen statt.
Die Krise manifestiert sich in erster Linie durch die zerfallende Bausubstanz, die Beizen und Knellen hingegen sind beispielsweise immer noch sehr gut besetzt und keineswegs günstig.

Die Antiken Steine haben wir in einem Tag abgehandelt, wobei man da bei entsprechender Interessenlage wohl auch ein ganzes Jahr mit Ruinenbesichtigung verbringen könnte. Danach hats uns wieder mehr in andere Stadtteile verschlagen und natürlich ans Meer (sowohl Piräus als auch per per Tram an die südöstlichen Strand-Gemeinden):
Ausblick aus Restaurant am Piräus

Reise: Hin- und Rückflug mit Swiss ab Zürich, 2.5 Stunden Flug, +/- 1 Stunde Zeitverschiebung.
Unterkunft: Das äusserst empfehlenswerte Hotel Hermes, und der immer noch ganz passable Schwesterbetrieb Hotel Plaka. Anscheinend hatten wir aber grosses Booking-Glück, die 55€ pro Nacht scheinen bei beiden Betrieben nicht der Standardpreis zu sein.
Beizen: Jede Menge – wichtig ist einfach, dass man nördlich der grossen Ladenstrasse Ermou landet, darunter südlich (das Plaka-Viertel) ist extrem touristisch. Am besten wird mir vermutlich die Booze Cooperative in Erinnerung bleiben. (sicherlich auch barttechnisch der beeindruckendste Ort, auch wenn ganz Athen diesbezüglich recht krass unterwegs ist, sicher über 50% aller jungen Männer tragen Vollbart).
Auch sehr eindrücklich: Das Polytechnico. Sieht aus wie die Reithalle, ist aber die Uni.