Nein, ich werde nicht zum grossen Web 2.0-Fan, aber die Story von Pctipp zu den Neuerungen von Windows Live fand ich dann doch etwas überzogen:

So soll der Dienst künftig die Anzeige von Bildern in RSS-Feeds unterstützen. Ausserdem sei eine Funktion vorgesehen, die Fernsehsendungen empfiehlt. Besonders interessant: Microsoft plant angeblich ein Update für Windows XP, das es ermöglicht, mit der Maus Elemente von Windows Live auf den Desktop zu ziehen und umgekehrt.

OK, ich gebe zu, ich habe noch nicht richtig begriffen, was Windows Live genau sein soll (als Safari-User bin ich leider ausgeschlossen), soweit ich dies begriffen habe, will Redmond damit auf den ganzen Web 2.0-Hype aufspringen und diverse kleine Online-Tools bringen, insbesondere Widgets, einen RSS-News-Aggregator, irgendwann soll auch mal ein Skype-Ähnliches Audio-IM angekündigt worden sein.
Und nun das: Ein Fernsehprogramm samt Empfehlungen, und vor allem die Revolution in Sachen RSS: Feeds mit Bilder, die man sogar auf den Desktop ziehen kann (auch wenn es dafür ein Windows-Update benötigt). Verkauft Eure Google- und Yahoo-Aktion, Redmond übernimmt das Web2.0!
Hallo? Alles noch in Ordnung? Wieder zuviel geraucht gestern?
Ich meine es geht ja nicht nur darum, dass Apple schon längst Feeds mit Audio- und Video-Inhalten massenfähig gemacht hat, und simples Drag and Drop seit 1984 kennt – aber diese hochkomplexen Features sind nun wirklich seit längerem auch auf der Windows-Plattform verfügbar. Und eine solche Meldung wird von pctipp auch noch verbreitet?

Schlussfolgerung für Mullzk: Web 2.0 scheint vor allem etwas zu verändern – der Drang der ganz Grossen, möglichst keinen Zug zu verpassen, und sei das Produkt auch zu lächerlich, um in der Öffentlichkeit präsentiert zu werden. Google Video? RSS-Aggregator ohne Bilder? Drag and Drop nur per Update des Betriebssystem? Hahh, hauptsache wir sind dabei…

Dass Heiligabend für einen Mac-Fanatiker nicht am 24.12., sondern am 2. Dienstag im Januar stattfindet, ist ja altbekannt. Neu ist für mich aber, wie sehr der ganze Januar nur noch Weihnachten ist. Neben all den Produkten von Apple gibt es im Moment fast täglich die Ankündigung einer absoluten Hammer-Software:

  • Google Earth – das beste Programm aller Zeiten, wenn auch noch extremst-Beta, ist nun hochoffiziell für den Mac verfügbar
  • MySync – Applikations-Sync à la .mac ohne .mac
  • Martian Slingshot – Extrem einfach Bonjour-Basierter Datensync
  • EyeTV 2.0 – Neues Design, neue Funktionalität
  • Flip4Mac – Das WMV-Modul für Quicktime wurde gratis, nach dem Microsoft eingesehen hat, dass ihr Media Player nicht gerade beliebt ist und deshalb eingestellt wurde
  • Lightroom – OK, noch stark Beta, insb. was die Performance angeht, aber im Gegensatz zu Apples Aperture ist die Beta-Phase offiziell und gratis
  • Equinux Media Center – Gratis Frontrow für jedermann.
  • Sandvox – Sehr einfaches Homepage-Basteln
  • Optimus Tastatur – Einfachunbedingthabenwill – HoffentlichGibtsAm2FebruarDenRelease

So viele geile Ankündigungen (und noch einige mehr), und ich habe einfach keine Zeit sie alle auszuprobieren – aaargh. Eigentlich möchte ich alle ausprobieren und ordentlich reviewen (insb. MySync und Slingshot), und irgendwann will ich auch noch schreiben, was der Umsteig von DragThing auf Quicksilver so mit sich brachte und wie geil Textpander ist, und dann möchte ich eigentlich auch noch selber Zeug programmieren, aber all das dauert wohl noch einige Zeit…

Veröffentlicht in OS X

Endlich hats geklappt: Schön zur MWSF hat Google Google Earth auch für OS X rausgebracht. Das Tool ist wie erwartet der Hammer, allerdings hätte ich doch angenommen, dass sich Google auch beim UI ein klein wenig Mühe macht – für mich sieht es so ein bisschen nach einer 4.Semester Swing-Übung aus, und nicht nur dass das Programm hässlich ist, die Bedienung ist erst noch umständlich. Aber seis drum, das Ding ist einfach nur geil.

Klar, von den Daten her ist es nicht vergleichbar mit etwas zum Beispiel von Swisstopo, aber für ein Gratistool ist es schlicht der Überhammer. Absolut.

Ah ja, Apple hat heute ja auch noch ein wenig was angekündigt, iLife 06 (muss ich haben, vielleicht ist iPhoto ja wieder brauchbar für mich – und auch sonst sieht es geil aus, wenn auch iWeb nix für mich ist, da ich mich erst vor ein paar Tagen für RapidWeaver entschieden habe, um schnell kleine Seiten zu erstellen), iWorks 06 und natürlich iMac intel und MacBook Pro. Die letzteren beiden sehen ja ganz in Ordnung aus (auch wenn ich meinen würde, dass die iSight im Powerbook den oberen Rand etwas krass hervorhebt), aber ich begreife diesen Schritt nun wirklich einfach nicht. Niemand ausser Apple ist parat für diesen Schritt. Niemand. Nicht Adobe, nicht Microsoft, nicht die kleinen, es sind einfach alle nur am Arsch. Weshalb nicht einfach erst eine Vorstellung „Intel ist ready, Apple ist ready, aber wir haben den anderen gesagt, sie müssten erst in einem halben Jahr ready sein, also warten wir noch ein wenig damit, und machen dieses Gerät zum besten, geilsten, fehlerfreisten Mac aller Zeiten“? Aber nein, His Egomaniac Steveness musste der Welt wieder zeigen, dass er der Grösste ist (und das ist er zweifelsohne auch), und dafür wird der Einstieg in die Intel-Welt wieder mit den üblichen Revision-A-Problemen über die Bühne gehen.
Auf alle Fälle weiss ich jetzt wieder, worauf ich sparen will. So ein MacBook Pro (übrigens der debilste Name der Applegeschichte) brauch ich einfach….

Veröffentlicht in Apple

So, nur ganz kurz, damit ich dann sagen kann, dass ich es schon immer gesagt habe: An der morgigen Keynote wird nix grosses kommen. Zumindest nicht auf Hardware-Seite. Alle Rumours, von denen man in den letzten Monaten lesen konnte, hatten alle dasselbe Prinzip: Irgendjemand postet irgendwas, ohne starke Quellenangabe, ohne auch nur halbwegs detaillerte Specs. Und alle anderen lachen im ersten Augenblick darüber, aber bauen dann ihre Rumours darauf auf.
Die ganze Rumour-Geschichte wurde in den letzten paar Jahren zu einem noch grösseren Irrläufer als sie schon immer war. Aber bisher konnte das noch immer aufgefangen werden dank den sehr guten Insidertips, die über Thinksecret ins Spiel kamen. Solche Tips gibt es dieses Jahr offensichtlich nicht. So hat beispielsweise noch niemand irgendwelche on-the-side-specs zu irgendwelchen Modelllen geliefert. Immer nur „es kommt ein iMac mit dem-und-dem-Prozessor“, oder „ein 13.3-Zoll-Ibook“. Aber so vage Angaben waren in der Vergangenheit vor allem ein Zeichen dafür, dass die Behauptung einfach aus den Finger gesogen waren, während die dann auch wirklich eintreffenden Rumours meist auch noch weitere Angaben machen konnten, von wegen Laufwerken, RAM etc.

Und zuallerletzt glaube ich, dass man die ersten Intel-Macs erwarten kann. Nicht nur, weil His Steveness an der WWDC 05 vom Sommer als Veröffentlichungstermin gesprochen hat. Sondern weil His Steveness an der WWDC 05 allen Entwicklern gesagt hat, dass sie bis Sommer 2006 mit der Transistion Zeit hätten.
Die sehr frühe Ankündigung des Intel-Switchs war eine sehr risikoreiche Strategie, die zum Glück nicht in die Hose gegangen ist. Vorteilhaft ist sie aber eigentlich nur in einer Hinsicht: Dass die 3rd-Party-Entwickler genügend Zeit für ihre Anpassungen haben, und dass daher mit dem Rollout des ersten Intel-Macs auch wirklich alle wesentliche Software vorhanden ist. Und diesen Vorteil soll man jetzt einfach so aufgeben? Den ersten Intel-Mac rausbringen, obwohl die Programme noch gar nicht da sind? Das glaube ich nun wirklich nicht so ganz…

On a side note: Ich war mit dem bisherigen Blog-Titelsystem schon immer unzufrieden, nachdem ich mir vor kurzem endlich wieder mal Spaceballs reingezogen habe, wusste ich endlich, wie ich das Blog nennen will.

Update: Ah ja, bevor mir Morgen einer blöd vorbeikommt: natürlich wird es Ankündigungen geben. .mac wird mehr oder weniger grundsätzlich neu gemacht, iWeb kommt raus (sauber integriert in das restliche iLife), der mac mini erhält Infrarot und FrontRow, vielleicht wird der eine oder andere Prozi noch schneller, vielleicht ein iPod mit einem ein klein wenig grösseren Screen. His Steveness wird Aperture vorführen, neue Angebote im Videostore vorstellen und den Consumern zeigen, wie weit man mit dem Intel-Switch ist etc. Aber es wird keine grundsätzliche neue Hardware vorgestellt werden…