Es gibt so ein paar Programme, die ganz unscheinbar daher kommen, aber schlicht und einfach unbezahlbar sind. Drop Copy ist so eines. Kein anderes Programm ermöglicht ein so einfaches verschieben von Daten vom einen zum anderen Mac. Nicht der Finder, nicht iChat, nichts…. Und endlich ist es seine grösste Beschränkung los, nämlich die mühsame Lauf-Beschränkung der Beta-Version auf 30 Tage… Weiterlesen

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Ich bin gerade ein bisschen erstaunt, wie die werte Frau Merkel in der gesamten europäischen Presse, von der Schweiz über Frankreich über Deutschland bis nach England als der grosse Star des EU-Budgets-Gipfels gehandelt wird. Klar, sie hat einen Kompromiss initiert, was mit als schweizerischer Kompromis-Freund erst einmal eigentlich gefällt.
Aber was genau beinhaltet dieser Kompromiss? Dass man das Budget hochfährt, und über allfällige Einsparungen erst später diskutieren will, erneut mit Frankreichs Vetomöglichkeit. Das erinnert mich irgendwie daran, wie die deutsche grosse Koalition zustande gekommen ist: Wenn ihr ums verrecken Eure bekloppte Reichensteuer haben wollt, mira, wir wollen aber unbedingt auch noch die Binnennachfrage abdämpfen, also einigen wir uns auf Reichensteuer samt Mehrwertsteuer-Erhöhung.

Die Kompromissfähigkeit von Merkel scheint sich darauf zu beziehen, dass sie Spar-Kompromissen aus dem Wege geht, die Ausgaben hochhält und die Steuern erhöht (denn auch höhere EU-Ausgaben müssen ja irgendwann doch einmal abgetragen werden, und da wird wieder mal Deutschland am meisten hinlegen, machen sie sich da mal nichts vor, man muss die Kirche ja im Dorf lassen. Ihr könnt einfach beten, dass bis dahin auch die Schweiz beigetreten ist…). Bürgerliche Finanzpolitik widersprach den Prinzipien bürgerlicher Finanzpolitik noch fast immer, aber dass die Merkel für ihre 50er-Jahre-Politik nun überall gelobt wird, damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.

das vergisst er nicht so schnell:
lsl3
Yup, leisure suit larry 3 läuft unter os x, und zwar anstandslos. So gut, dass man es in sechs Stunden durch hat, auch wenn es wahrscheinlich über 10 Jahre her ist, dass man es das letzte mal gespielt hat.
Dumm ist nur, wenn diese sechs Stunden kurz nach Mitternacht angefangen haben und man eigentlich am Morgen darauf eine Vorlesung gehabt hätte. Henu….

Auf alle Fälle: LSL3 ist eines der geilsten Spiele aller Zeiten, finde ich auch heute noch. Zusammen mit LSL1, Indiana Jones, Monkey Island, Simcity, Civ und Railroad Tycoon. Und meinetwegen auch noch Tetris, Pacman und Snood. Über allem steht auch weiterhin noch LSL7, da muss ich mal schauen, wie ich da wieder an meine verschollene CD komme und wie ich das auf dem Mac spielen kann.

Was man braucht: MacFreeSCI, die alten Dateien (Wer sie nicht gelöscht hat, kann ja sonst einmal nach abandonware googeln. Das Herunterladen von aufgegebenen, kommerziell nicht mehr verwerteten Games gilt so viel ich weiss nicht als illegal), und für den Kopierschutz (wer wie ich das gute alte Nontoonyt Tonite irgendwann mal fortgeschmissen hat) die Clues von Al Lowe himself. Und wer den Alterstest nicht schafft (auch wenn man dazu unterdessen etwa 40 sein sollte), hat den filthy level eh nicht verdient…
MacFreeSCI kann nur mit LSL2 und LSL3 umgehen, wobei das zwei irgendwo mal einen bösen Hänger hat. Für alle anderen braucht man dann halt mühsamere Konsolen wie radnor

Natürlich habe ich es in 6 stunden nicht alleine geschafft. Den Locker im Fat City musste ich ergoogeln, und natürlich hatte ich auch nach zehn Jahren den Magic Marker nicht dabei, als ich in den Kannibalen-Topf geworfen wurde. Und weil es halt schon 5 Uhr morgens war, habe ich dann kurz einen Workaround befragt, wieweit ich in meinen Safe-Games zurückgehen musste. Aber der Rest, heiliges Indianerehrenwort, viel mir alles wie Schuppen vor den Augen.
Ach ja – der Punktestand von 4100 ist ein Bug, ich weiss nicht ob von MacFreeSCI oder von LSL3 selber. Aus irgendeinem Grund hat es mir die Erledigung des Wildschweins gleich mehrfach angerechnet. Vermutlich hätte ich wohl so 3900 Punkte geholt – alles relevante dabei, die kleinen Goodies wohl vergessen… Nicht dass jemand denkt, ich sei ein Cheater…

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Für jene, die noch nie was von NerdTV gehört haben: Dies ist ein Projekt des IT-Kolumnisten Bob Cringley (und Regisseur-/Erzähler des Doku-Dreiteilers über die Geschichte des PC „Triumph of the Nerds“), in welchem er so etwa wöchentlich ein einstündiges Interview mit verschiedensten Top-Shots aus der IT-Szene abhält. Über ihre Geschichte, ihre Geschichten und zum Teil auch, was sie auf uns zukommen sehen.

Für jene, die noch nie was von Doug Engelbart gehört haben: Müsste ich aus der gesamten IT-Geschichte das visionärste Genie nennen, ich würde höchstens fünf Sekunden zögern und dann (nein, nicht his Steveness) Engelbart nennen.

Engelbart war vermutlich der erste, der ein Computerverständnis hatte, welches in etwa dem unsrigen heute entspricht. Und er war definitiv der erste, der solche Sachen als Prototyp zeigen konnte. Und das schon zu den Urzeiten – die Ideen hatte er Anfang der Fünfziger Jahre, als es in den gesamten Staaten erst drei elektronische Computer gab, den grossen Aufsatz Augmenting Human Intellect: A Conceptual Framework veröffentlichte er Anfangs der 60er Jahre, und 1970 gab es dann The Mother of all Demos

Von Englebart haben wir unter anderem die Maus und das GUI samt Desktop- und Papier-Metapher, Multitasking, das Client-Server-Prinzip, die Idee der autonomen Netzwerk-Hosts, Hyperlinks und vieles mehr, vor allem haben wir von ihm aber die Grundidee erhalten: Nicht Computer sollen alles machen können (was damals der verbreiteten Vision entsprach; noch vor den ersten Debakel, in welche sich die Künstliche Intelligenz-Forschung geritten hatte), vielmehr soll das eigentliche machen und wissen die Aufgabe des Menschen sein, und der Computer soll ihm dabei helfen.

So, und nun spricht Cringley eine Stunde lang mit Englebart, und man kann nur sagen: Ein absolutes Muss. Wirklich sensationell, zwar nicht viel neues, aber mit vielen Nebeninfos, die ich so noch nie gehört habe. Vor allem, wie er die ersten 15 Jahre weniger an der Implementierung seiner Ideen zu knabbern hatte, sondern das Problem vielmehr das war, dass er überhaupt von irgendwo her auch nur die Möglichkeit musste, mit Computern zu arbeiten (Stanford war dazumals noch der Meinung, Computer hätten an einer Uni nix verloren).

Wer es sich downloaden will: Englebart nuschelt teilweise ein wenig arg, so dass ich eigentlich die Version mit Untertiteln vorgezogen hätte. Aber die spinnt wieder einmal völlig, nach zehn Minuten fällt der Ton aus, und etwa das dritte Viertel der Sendung wird plötzlich übersprungen und erst am Schluss wieder angehängt. Daher unbedingt die nicht-untertitelte Version runterziehen, und allenfalls halt die untertitelte Version in einem Fenster im Hintergrund laufen lassen wenn es denn sein muss….

Hier gehts zum Download der NerdTV-Show Nr. 11
(ach ja, wer gerade etwas zu viel Zeit hat, die Shows mit Hertzfeld (Mac), Levchin (Paypal), Joy (Sun), O’Reilly (O’Reilly-Books und Opensource), Drake (Autodesk) und Bricklin (VisiCalc) sind ebenfalls exzellent)

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Damit mal wieder was in diesem Blog auftaucht:

hehe, ich lieebe dumme Menschen…

Ach ja, was sonst noch so ist:
Craig Barret, einer der Intel-Chefs ist ganz offensichtlich verärgert, dass Negropontes 100$-Laptop mit AMD statt Intel laufen wird. Was sonst könnte ihn zu derart dümmlichen Äusserungen hinreissen lassen:

Mr. Negroponte has called it a $100 laptop — I think a more realistic title should be ‚the $100 gadget‘. The problem is that gadgets have not been successful. … It turns out what people are looking for is something is something that has the full functionality of a PC. Reprogrammable to run all the applications of a grown up PC… not dependent on servers in the sky to deliver content and capability to them, not dependent [on] hand cranks for power.

(zitiert von Ars.Technica)

Barret hat offensichtlich genau nichts begriffen – das 100$-Laptop zielt nicht auf ein weiteres Gaming-System ab, und auch GoogleEarth muss nicht unbedingt drauf laufen. Textverarbeitung, Spreadsheets, Browsen und eMail geht auch mit spärlicher Ausstattung, sogar programmieren kann man damit, falls man denn will… Und die Handkurbel für den Notstrom ist nicht etwa eine dependency (das Ding lässt sich auch ans Stromnetz anschliessen), sondern ist ein sehr wichtiges Feature für gegenden, wo Strom unzuverlässig und teuer falls überhaupt vorhanden ist – und ein Feature, dass mit Intels Stromfresser wahrscheinlich gar nicht möglich wäre….

Wenn Barret das Projekt schon klein reden will, dann sollte er es dort tun, wo es angreifbar ist: 100$ sind nach wie vor viel zu teuer für weite Gegenden dieser Welt, in etlichen Ländern könnte man mit dem Geld, um 4 Schülern ein solches Gerät zu versorgen, einen Lehrer ausbilden oder ein Jahr beschäftigen, was wesentlich mehr Kindern zu gute kommen würde. Auch ist Computer Knowledge nicht unbedingt das, was in vielen Ländern am dringendesten verbreitet werden müsste – gerade in Afrika wären zuerst eine bessere Verbreitung von Basic Skills nötig. Ich habe nichts gegen dieses Projekt und finde das Ergebnis absolut grandios, aber es hat für mich wieder einmal etwas von der guten alten „Schulen-ans-Internet“-Mentailtät: Gebt den Schulen Computer und Internet-Anschluss, und dann lässt sich die Bildungsmisere auch ohne staatlichen Gelder oder motivierte und gutausgebildete Lehrkräfte lösen….

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Wieder einmal ein Post, den niemanden ausserhalb von Bern (und damit wohl niemanden in meiner Leserschaft) interessieren dürfte: Carlo E. Lischetti ist letzten Mittwoch gestorben – siehe auch den Nachruf im heutigen Bund.
Carlo E. Lischetti war meines Erachtens der interessanteste Berner Künstler der letzten 500 Jahre – mit wahnsinnig viel Witz, viel Intelligenz, und erst noch engagiert. Sein ritueller Osterhasen-Mord (mittels Haarfön), seine Besetzungen des öffentlichen Raums, alles unvergesslich.
Ich bin kein Freund von Trauerfeiern öffentlicher Personen, aber da werde ich wohl über meinen Schatten springen und in die Pauluskirche gehen. Bern hat ein Genie verloren….

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In der heutigen Tagesschau durfte sich der GPK-Präsident Kurt Wasserfallen zur Swisscom-Debatte resp. dem Kommunikationsgau im Bundesrat äussern.
Was er sagte ist soweit richtig (Unterton: Zum Entscheid sage ich nichts, aber die Kommunikation von Merz war schlecht und das Verhalten vor allem von Blocher aber auch jenes von Couchepin und Leuenberger einfach nur noch jenseits und direkt verantworlich für einen Riesen-Buchverlust des Bundes) – aber irgendwie finde ich, Wafa sei hier der falsche Kommentator: Immerhin war er als Berner Gemeinderat der personifizierte Solo-Läufer, und immerhin hat er mit seinen Kommunikations-Amokläufen die grösste Berner Gemeinderats-Krise verursacht (klar, auch hier waren meine Genossen dann ihrerseits wieder voll beteiligt).

If for any reason anybody is interested in the serendipity-theme on this site, you can download it under this link.
When I have figured out under which conditions and how s9y-themes shall be uploaded on their CVS, i will check it in, but frankly – it is not such a good theme that I have to publish it…
Oh yeah, before I forget: The Theme is based on the famous Kubrick-Theme by Michael Heilemann, ported to s9y by Tom Sommer.
What I did is mix it with some Design-Elements from bloggers.com-Theme Rounded2 (especially the rounded Boxes) by Douglas Bowman
Everything good is stolen, everything ugly is all in my responsability

Nur so zur Info: ich steige in diesen Minuten definitiv auf Serendipity um – blogger.com ist ja nett um anzufangen, aber es fehlen dann doch wirklich ein paar Sachen, nicht zuletzt auch Performance im Admin-Bereich (für jeden neuen Blog-Eintrag eine Minute warte? aber hallo…).
Ich hoffe, dass dieser Wechsel für User gratis vonstatten geht, andererseits habe ich aber auch das Gefühl, dass es noch gar nicht so viele User gibt 😀

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